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Sachsen feierte den CSD '99

Der Christopher Street Day '99 in Dresden ist nun schon wieder Geschichte. Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns. Vom 9. bis zum 13. Juni fanden sich Schwule und Lesben aus ganz Sachsen in der Landeshauptstadt zusammen, um miteinander ihren besonderen Tag zu feiern und um öffentlich zu zeigen, daß Schwule und Lesben mehr sind als eine Randerscheinung der Gesellschaft.

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Ein CSD-Rückblick:

Wir tanzten unterm Regen... -schirm

Das Vorhaben, mit dem Umzug und dem Straßenfest Präsenz in der Öffentlichkeit zu demonstrieren, wurde CSD '99 leider fast gänzlich vom Regen weggespült. Lediglich rund 300 Schwule und Lesben scheuten sich nicht vor dem feucht-kalten Klima am CSD-Sonnabend und zogen gut beschirmt und laut mit Trillerpfeifen und Regenbogenfahnen durch die Dresdner Innenstadt über die Augustusbrücke zum Martin-Luther-Platz, wo das Straßenfest stattfand.

Wegen des Wetters waren dann natürlich auch weniger Passanten unterwegs, die auf den Umzug aufmerksam werden konnten, und die meisten von ihnen schauten - neugierig zwar - aber nur kurz unter den aufgespannten Schirmen hervor. Einen wirkungsvollen Einfall hatten dabei die CSD-Organisatoren: einige "Blumenkinder" überreichten rote und gelbe Rosen an die Passanten, und erhaschten somit mehr Aufmerksamkeit und (teilweise sogar) echtes Interesse. Außerdem verteilte der Gerede e.V. seine "Stimmzettel" für die Wahlen am darauffolgenden Sonntag. Die Umzugsteilnehmer und auch die angesprochenen Passanten sollten diese am Wahltag neben den eigentlichen Wahlscheinen mit in die Urnen einwerfen. Eine Reaktion der Wahlbüros auf diese Aktion ist bisher nicht nicht erfolgt.

Beim Straßenfest auf dem Martin-Luther-Platz präsentierten sich Gruppen und Verbände aus ganz Sachsen den Gästen. Nicht nur Schwule und Lesben nutzten hier die verschiedenen Info-Möglichkeiten, auch einige Heterosexuelle zeigten sich mehr als aufgeschlossen. Das bunte Programm, welches maßgeblich von der Chemnitzer Lesben- und Schwulen Initiative (CheLSI e.V.) organisiert und aufgeführt wurde, kam bei den meisten gut an, obwohl wegen des schlechten Wetters nicht alle geplanten Akteure auftreten konnten. Es gab Gesang, Trommlerinnen, Bodypainting und Travestie mit Gina und Mandy und noch vieles mehr.

Gay-Pride im Regen