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Ein CSD-Rückblick:

Abends ging's dann auf die Parties ...

... zum Beispiel am Freitag zur Auftaktveranstaltung in die Scheune. Auf dem Programm standen unter anderem die Frauenband "anaconda" aus Hamburg und die Berliner Cheerleader. Aber irgendwie wollte der zündende Funke in dieser Nacht nicht so recht überspringen. Auch Ms. Kerstin schaffte es nicht, die Gäste zum Feiern und Tanzen zu animieren. CSD'99 - Party im S.T.U.D.I.O

Heiß her ging es dann aber am Samstag. Während viele Lesben (nun doch) im Kunst- und Kulturzelt am Japanischen Palais am Elbufer feierten, tummelten sich die Schwulen überwiegend im S.T.U.D.I.O bei Onkel Ralfs CSD-Party. Stripper und GoGos heizten den Gästen dort zusätzlich ein, man tanzte ausgelassen oder flirtete, und an diesem Abend wurden so manche neue Kontakte geknüpft...

Auch die Lesung mit Gad Beck am Mittwoch, der eigentliche CSD-Auftakt, wurde gut besucht. Rund 20 bis 30 Gäste erlebten einen humorvollen Literaturabend mit dem bekannten Szene-Autor.

Einen eher gemütlichen Ausklang fand das lebhafte CSD-Treiben am Sonntagabend beim Grillen am Lagerfeuer auf den Dresdner Elbwiesen, organisiert vom Lederclub Dresden e.V. Auch der Wettergott faßte sich nun endlich ein wärmeres Herz und verzichtete auf die Regenwolken, so daß die Schirme nicht gebraucht wurden.

Apropos gut beschirmt:

Die Organisatoren hatten bekanntlich beim Dresdner Oberbürgermeister nachgefragt, die Schirmherrschaft für den diesjährigen CSD zu übernehmen. Dr. Herbert Wagner zog es jedoch vor, auf dieses ehrenvolle Amt zu verzichten und die Organisatoren allein im Regen stehen zu lassen. Auch die Beflaggung des Dresdner Rathauses mit der Regenbogenfahne, dem Symbol der SchwuLesbischen Familie, wurde seitens der Stadt abgelehnt. Das zeigt, daß der Weg hin zu Toleranz oder besser Akzeptanz von Schwulen und Lesben in Sachsen und besonders in Dresden noch weit ist. Aber "die Chance des Menschen besteht in der Wahl" - zum Beispiel im nächsten Jahr wieder zum CSD nach Dresden auf die Straße zu gehen und zu beweisen, daß auch andersrum gerechnet werden muß. Dann vielleicht auch ohne Regenschirm.

Gay-Pride im Regen Teil 2