B....wie Berufsunfähigkeit

Mit dieser Reihe bieten wir Euch Tips und Informationen rund um das Thema (aber nicht nur) Versicherungen, Geldanlagen und Steuern, erstellt vom Versicherungsfachmann (BWV) Alexander Kahl aus Leipzig. Besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften und die damit zusammenhängenden Besonderheiten zu diesem Thema.
Wie versichere ich mich optimal?
Wie sichere ich meinen Partner ab?
Wie vererbe ich mein Geld, ohne den Staat miterben zu lassen?
Was muß ich bei der Antragstellung beachten, wie versichere ich mich meinem Bedarf entsprechend?
Welche Anlagen sind renditeoptimiert?
Wie spare ich mit Versicherungen?
Wie verhalte ich mich im Schadenfall?
Diese und noch weitere Themen sollen Euch helfen, sich durch den Paragraphendschungel zu finden, alles jedoch leicht verständlich erläutert - eben nicht in Paragraphendeutsch.

Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn man infolge von Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben. Die damit verbundenen finanziellen Verluste sind erheblich - schließlich fällt das Einkommen weg. Durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann man sich vor den finanziellen Folgen schützen, in dem man eine monatliche Rente versichert. Diese wird dann bis zum regulären Erreichen der Altersrente gezahlt.

Kaum vorstellbar, aber wahr ist, daß fast keiner mehr bis zum Erreichen der Altersrente arbeitet, etwa 80 % gehen aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand. Das ist zwar positiv für die jüngeren, die dann vielleicht eher in der Karriereleiter aufrücken, jedoch werden auch die Jüngeren älter und stehen vor der Situation, eher in den Ruhestand zu gehen, weil es hier und da zwickt und zwackt. Überanspruchte Gliedmaßen oder auch nervliche Überlastungen können schneller zur Berufsunfähigkeit führen, als man denkt.

Besondere Gefahr besteht aber für die, die noch keine 60 Pflichtbeiträge in die Gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben (weil sie noch nicht so lange arbeiten) und daher noch keine Rentenansprüche erworben haben. Neue Gesetze sind in Arbeit, wonach der keine BU-Rente erhalten soll, der heute noch nicht das 41. Lebensjahr vollendet hat. Die Rentenkassen sind leer und wie bei der Altersrente muß auch hier gespart werden.

Da hilft nur private Vorsorge. Wer sich dazu entschließt, sollte jedoch nicht zuerst auf die Prämie, sondern eher auf das - wie üblich verzwickte - Bedingungswerk schauen. Vorsorge macht nur Sinn, wenn die Bedingungen optimal sind. Folgendes sollte unbedingt Vertragsbestandteil sein:

- Verzicht auf Verweisung
das heißt, der Studienrat darf nicht auf die Pförtnerloge der Uni als noch möglichen Arbeitsplatz verwiesen werden
- volle Leistung auch bei Pflegebedürftigkeit, ohne das BU vorliegt
das heißt, wenn man ein Pflegefall wird und eigentlich seinen Beruf noch ausüben könnte
- ändert sich der Vertrag, wenn man eine risikoreichere Tätigkeit aufnimmt?
wenn z. B. der Jura-Student dann doch lieber als Kranführer statt als Rechtsanwalt arbeitet
Bei der Antragstellung sollten alle Angaben über den Gesundheitszustand wahrheitsgemäß angegeben werden, damit man im Leistungsfalle nicht das Nachsehen hat (denn nur wenige Gesellschaften verzichten nach ein paar Jahren auf die Kontrolle der bei Antragstellung gemachten Angaben zum Gesundheitszustand). Schließlich geht es bei den Versicherern um viel Geld, wenn eine monatliche Rente gezahlt werden muß.

Kontaktadresse:
Versicherungen Alexander Kahl
Fichtestr. 25
04275 Leipzig

Telefon: 0341/3584052
Fax: 0341/3584059
Mobil: 0179/2930021
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