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TV-Tip des Monats

Mo., 11 Sept., 20.45h, ARTE
Spielfilm
Das Trio
(D 1997, R: Hermine Huntgeburth) Supermacho "Schimmi" im Bett mit einem Mann? Götz George beweist in diesem Film über eine Dreiecksbeziehung einmal mehr, daß er auch vielschichtige Charaktere zu spielen in der Lage ist. Das alternde schwule Pärchen Zobel (George) und Karl (Christian Redl) reist zusammen mit Zobels Tochter Lizzi (Jeanette Hain) in einem heruntergekommenen Wohnmobil durch die Lande und verdient sich den Lebensunterhalt mit Taschendiebstahl im Team. Als Karl bei einem Autounfall ums Leben kommt, ergänzt Rudolf (Felix Eitner) das Trio und die Familie. Da der hübsche junge Mann auf Vater wie Tochter gleichermaßen anziehend wirkt, ist der Konflikt vorprogrammiert.

Sa., 2. Sept., 18.20h, tm3
Dokumentarfilm
Hollywood und seine Stars – Paul Newman
Die heutige Folge dieser US-amerikanischen Dokumentation zur Kinogeschichte ist dem Schauspieler Paul Newman gewidmet – "Sexsymbol" und Rebell in Hollywood, der sich öffentlich gegen den Vietnamkrieg aussprach und Bürgerinitiativen und humanitäre Organisationen unterstützt.

So., 3. Sept., 1.25h, ARD
Spielfilm
Jeanies Clique
(Foxes, USA 1979, R: Adrian Lyne) Jeanie (Jodie Foster) und ihre Clique leben in einem Vorort von L.A. und versuchen, durch exzessives Benehmen ihre Probleme mit Schule und Familie zu überspielen. Ein toller Mädchen-Freundschaftsfilm mit Jodie Foster in einer ihrer besten Rollen.

Mo., 4. Sept., 19.30h, BR
Dokumentation
Lebenslinien
Unter dem Titel "Die Kunst des schönen Scheins" begleitet die Dokumention 45 Minuten lang das Leben des offen schwul lebenden Berliner Star-Visagisten René Koch.
(Wdh.: Di, 5. Sept., 10.30 Uhr)

Mo., 4. Sept., 22.50h, Arte
Fernsehfilm
Das große Fest am See
(CH 1999, R: Nadia Farès u.a.). Episodenfilm. In Vevey am Ufer des Genfer Sees findet nur alle 25 Jahre das große Winzerfest statt. In den sommerlichen Nächten finde sich die Künstler und Künstlerinnen zum gemeinsamen Feiern zusammen – eine Gruppe sich fremder Menschen mit unbekannten Sehnsüchten, Träumen und erotischen Phantasien. In der ersten Episode verfällt ein junger Mann dem Verwirrspiel der Geschlechter.

Mo., 4. Sept., 1.00h, ARD
Spielfilm
Liebe und andere Grausamkeiten
(Love and Human Remains, CN 1993, R: Denys Arcand) Der desillusionierte Ex-Schauspieler David überdeckt seine innere Leere mit wechselnden Männerbekanntschaften, während seine Mitbewohnerin und Ex-Freundin Candy sich von der lesbischen Jerri angezogen fühlt. David hat seinen alten Freund Bernie in Verdacht, eben jener Frauenmörder zu sein, der Montréal gerade in Angst und Schrecken versetzt. Ein spannend inszenierter und aussagekräftiger Film über das Leben in der Stadt und Auflösungserscheinungen in der modernen Beziehungskultur.

Do., 8. Sept., 20.15h, 3sat
Spielfilm
Erdbeer und Schokolade
(Kuba/Mexico/Spanien, 1993, R: Tomás G. Alea, Juan C. Tabío) Sinnliche und gefühlvolle Tragikomödie über kubanischen Alltag zwischen Liebe und verbohrten politischen Idealen. Der systemkritische schwule Diego versucht den scheuen Studenten David zu verführen. Dieser bespitzelt ihn zunächst im Auftrag der Partei, fühlt sich aber zunehmend zu Diego hingezogen und ist verwirrt von dessen ideologiefreier Liebe zu ihrem Land.

Fr., 8. Sept., 22.45h, ZDF
Fernsehfilm
Fremde Freundin
(BRD 1996, R: Anne Hoegh Krohn) Die aus gerade aus dem Knast entlassene Ellen versucht mit zäher Hartnäckigkeit, wieder Kontakt zu ihrer Jugendfreundin Katrin aufzunehmen, die inzwischen Karriere beim Radio gemacht hat und zunächst nichts mehr von ihr wissen will. Nur Ellens emotionale Fixierung auf die Freundin scheint unverändert stark zu sein.

Sa., 9. Sept., 14.15h, ORB
Dokumentation
Mit Koran und greller Schminke
(in der Reihe: Länder - Menschen - Abenteuer) Transsexuelle in Pakistan werden "Khurasas" genannt und leben nach dem orientalischen Meister-Schüler-Prinzip in kleinen Wohngemeinschaften zusammen. Hajo Bergmann begleitet zwei "Khurasas" in ihrem Alltag.

Sa., 9. Sept., 22.20h, ORB
Spielfilm
Glücklich vereint
(Happy Together, Hongkong 1997, B+R: Wong Kar-Wai) Zwei junge Schwule aus Hongkong sind gemeinsam nach Argentinien ausgewandert, finden sich aber in der fremden Umgebung nur schwer zurecht. Regisseur Wong Kar-Wei erhielt für diese mit faszinierender Intensität und großer Selbstverständlichkeit umgesetzte Geschichte die "Goldene Palme" bei den Filmfestspielen in Cannes.

So., 10. Sept., 23.00h, MDR
Spielfilm
Hoffen wir, daß es ein Mädchen wird
(I/F 1985, R: Mario Monicelli) Starker Film (mit leisem Humor) über einen starken Frauenhaushalt, mit Darstellerinnen von Weltniveau: u.a. Liv Ullmann, Catherine Deneuve und Stefania Sandrelli. In einem abgelegenen Landgut in der Toskana leben Mutter, Töchter, Nichte und die Haushälterin mit ihrer Tochter ganz zufrieden, während der Hausherr im fernen Rom seinen ständig mißglückenden Geschäften nachgeht. Sein Unfalltot wirft Konflikte auf, und jede der Frauen versucht, einen eigenen Weg zu gehen.

Di., 12. Sept., 22.25h, Arte
Themenabend
Bad Girls – Die Waffen der Frauen
Starke Frauen in der Geschichte und der Jetzt-Zeit sind heute Thema für einen Dokumentarfilmabend bei Arte.
22.25h: "Peng! – Von Revolverheldinnen, Suffragetten und modernen Amazonen" (BRD 2000, R: Marita Neher).
23.00h: "It's a She-Thing – Von Drachenladies, Riot Grrrls und Kunst-Schlampen" (BRD 2000, R: Susanne Ofteringer)

Do., 14. Sept., 23.55h, Arte
Spielfilm
Thelma & Louise
(USA 1991, R: Ridley Scott, D: Susan Sarandon, Geena Davis) Erst ein Jahrzehnt alt und schon ein Klassiker des Road-Movies: Zwei Freundinnen werden durch die Verkettung unglücklicher Ereignisse zu gejagten Verbrecherinnen. Auf ihrer Flucht im Auto quer durch den Westen der USA entdecken sie eine neue Freiheit ... und echte Tiefe in ihrer Freundschaft.

Fr., 15. Sept., 22.45h, ZDF
Spielfilm
Chill out
(D 2000, B+R: Andreas Struck) Spielfilmerstling des Berliner Regisseurs, der bei den diesjährigen Filmfestspielen sein Debüt hatte. Anna lebt allein und hat einen merkwürdigen Beruf: Sie fahndet nach den Nachkommen Verstorbener, um den Nachlaß an Mann oder Frau zu bringen. Mit dem schwulen Johann, der in die Nachbarwohnung zieht, verbindet sie eine tiefe Freundschaft. Als sich ihre Affäre Max kurzerhand bei ihr einquartiert, kommt es zu einer turbulenten "menáge a trois".

So., 17. Sept., 20.15h, Vox
Spielfilm
Verrückt nach ihr
(Folle d’Elle, F 1998, R: Jérome Cornuau) Fotoreporter Marc wird vom Pech verfolgt. Er verliert seinen Job und entdeckt seine Freundin im Bett eines Anderen. Sein schwuler Freund Victor nimmt ihn großzügig bei sich auf, möchte den unhäuslichen Gast dann aber doch lieber als Untermieter zu Lisa abschieben. Diese wiederum besteht auf einem "ungefährlichen" Schwulen als Mitbewohner. So muß Hetero Marc sich verwandeln lassen. Daß beide sich unvorhergesehen ineinander verlieben, sorgt für Verwicklungen.
(Wdh.: Mo, 18. Sept., 2.00 Uhr)

So., 17. Sept., 4.05h, Kabel1
Fernsehkrimi
"L" ist nicht nur Liebe
(USA 1979) Achtung, Trash! Schon der Titel sollte stutzig machen. Wahrscheinlich handelt es sich hier um ein spätes homophobes Machwerk der amerikanischen Fernsehindustrie: Eine lesbische Psychopathin läßt ihre Geliebte von einem gedungenen Gewalttäter aufsuchen. Der ermittelnde Polizist wird zum Freund und Retter.
Wdh.: Mo, 18.9., 1.15h

Mo., 18. Sept., 20.45h, Arte
Spielfilm
Hotel New Hampshire
(USA 1984, B+R: Tony Richardson) Derzeit ziemlich oft im Fernsehen, aber immer wieder schön: Die recht geglückte John-Irving-Verfilmung u.a. mit Jodie Foster in einer tragenden Rolle und Nastassia Kinski als lesbischer Bär (!)

So., 24. Sept., 20.15h, ARD
Fernsehkrimi
Tatort – Mauer des Schweigens
In diesem vom Hessischen Rundfunk produzierten Tatort geht es um einen schwulen Banker, der gerade erst seit kurzem "out" ist und sich von seiner Frau getrennt hat. Kommisar Brinkmann ermittelt in seinem "schwulen" Umfeld, aber auch die Ex-Frau steht unter Tatverdacht.

Anne-K. Jung/my

Die TV-Highlights des Monats