Am 14. Dezember empfing Bundespräsident Johannes Rau eine Delegation aus Vertretern von Lesben- und Schwulenverbänden und des Bundesverbandes der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen im Schloß Bellevue. In einem einstündigen, vom LSVD erbetenen Gespräch konnten die Vertreterinnen und Vertreter dem Präsidenten ihre Vorstellungen und Wünsche darlegen, wie sie sich die Weiterentwicklung der gesellschaftlichen Anerkennung vorstellen. Sie trafen auf den Präsidenten, der wirklich für alle Menschen in Deutschland da ist. Die vorgebrachten Wünsche wurden von ihm positiv aufgenommen. Dabei ging es unter anderem um das Problem der antihomosexuellen Gewalt sowie die Weiterentwicklung der Anerkennung schwuler und lesbischer Lebensentwürfe. Ein deutliches Wort des Bundespräsidenten könne dabei helfen, alte Vorurteile abzubauen, so die Meinung des LSVD.

Seinem Ruf als Präsident des Ausgleichs wurde Rau in eindrucksvoller Form gerecht. Die Annäherung zwischen den gesellschaftlichen Gruppen der Konservativen und Pietisten einerseits und den Homosexuellen andererseits ist überfällig, so Rau. Neben Vertretern des LSVD - Bundesvorstandes nahmen der Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft schwul- lesbischer Paare (SLP) Axel Blumenthal, zwei Vertreterinnen der Bundesinitiative lesbischer und schwuler Eltern (BILSE) sowie Sigrid und Uwe Pusch vom BEFAH teil.

Rau empfängt Lesben und Schwule