November 2005

In Sachsen alles sicher?

 Wie das Berliner Robert-Koch-Institut mitteilt, ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland im ersten Halbjahr 2005 vom Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent gestiegen. Über die Hälfte der Neuinfektionen (55 Prozent) entfallen dabei auf homosexuelle Männer. Die AIDS-Hilfen in Deutschland sind über die Entwicklung besorgt, bestätigen diese Zahlen doch die zunehmende Präventionsmüdigkeit.

In Sachsen scheinen die Zahlen überschaubar. So wurden hierzulande im Zeitraum Juli 2004 bis Juni 2005 insgesamt 70 Menschen neu HIV-positiv getestet, davon 28 in Leipzig, 17 in Dresden und 6 in Chemnitz. Die Zahlen wiegen in falscher Sicherheit. Aber auch in Sachsen stellen Schwule den größten Anteil an den Neuinfektionen. Dabei ist anzunehmen, daß viele die anonymen Tests außerhalb Sachsens, zum Beispiel in Großstädten wie Berlin, nutzen und somit in der sächsischen Statistik nicht erfaßt werden.

Gerade in der schwulen Szene wird zunehmend auf den Schutz durch Kondome verzichtet, sei es bewußt, aus Unwissenheit oder Ignoranz. Die Aufklärungskampagnen der Organisationen fruchten immer weniger. Bareback-Clubs sind in allen Online-Portalen wie Gayromeo zu finden. Jedem steht es scheinbar frei.

Dabei sollten es gerade Schwule, die Hauptbetroffenen der ersten AIDS-Welle mit zahlreichen Toten in den 80iger Jahren, besser wissen.

Myrko

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