Geburtstag/Alter: 2. März 1983 / 29
Beruf: gelernter Friseur auf Abwegen ;)

Wann hat deine Karriere im Veranstaltungsbereich begonnen und was hat dich dazu bewogen, diesen Weg einzuschlagen?
Es sind bald 15 Jahre. Und das Warum begründet sich darin, dass ich immer nur mein DJ-Dasein nach vorn bringen wollte und in dem Bereich hatte man entweder gute Connections oder selbst Partys veranstaltet, letzteres gefiel mir besser (Roberto grinst)

Warum machst du Partys für die Queerszene?
Die Queerszene ist immer wieder aufs neue eine Herausforderung und das spornt mich halt an, ganz zu schweigen von meiner privaten Affi nität zur Queerszene.

Immer häufiger vernimmt man das Urteil, die schwule Szene sei undankbar. Würdest du das bestätigen?
Für undankbar halte ich die Szene keinesfalls. Die Dankbarkeit wird uns ja durch stetiges, zahlreiches Erscheinen der Gäste bewiesen, wofür wir, bzw. ich, natürlich dankbar sind.

Machst du neben den Projekten für Schwule, Bisexuelle und Lesben noch weitere? Wenn ja welche?
Ja natürlich, unter anderem habe ich einen Fruchtgummistore eröff net und ein Weiterer ist in Planung. Außerdem betreiben wir eine Werbe- Internet- und SEO Beratungsagentur. Neben dem geben wir unsere Erfahrung weiter und beraten andere Partyveranstalter in ihrem Tun und Lassen und managen diverse Industrieveranstaltungen wie z.B. Fahrzeugvorstellungen. Immer wieder gerne erwähne ich die TYPOnight. Von der Presse als die größte Design Party Europas betitelt haben wir es nun geschaff t, diese auch im Ausland zu platzieren, u.a. in San Francisco und London.

Stichwort Gaylaktika: Im letzten Jahr hast du mit deinem Team eine der besten CSD Abschlusspartys im Mitteldeutschen Raum veranstaltet. Ist das noch zu Toppen?
Muss man das toppen? Ich denke das Wort Beständigkeit hat auch seinen Charme in der Partywelt. Denn noch lauter, noch bunter und noch größer macht vieles auch kaputt, die Finanzwelt macht es uns ja deutlich vor (Roberto grinst) … Statt zu toppen möchte ich lieber das Wort weiterentwickelt wurden verändert und weiter ausgebaut, z.B. wird neben umfangreicher Videoinstallation eine Lasershow die Sinne reizen. Das gab‘s so im vergangenen Jahr noch nicht. Auch haben wir den größten Kritikpunkt vom letzten Jahr aufgegriff en und die Tänzer neu gecastet. Im musikalischen Bereich bewegt sich auch einen Menge, u.a. haben wir die TWIN BROTHERS gebucht, die in der Szenerie der alten Bundesländer schon für einige Aufsehen gesorgt haben und nun zum ersten Mal in den neuen Bundesländern auftreten. Die zwei Jungs sind nicht nur rattenscharf, sondern werden auch für einige Höhepunkte sorgen. Sushi- und Obstbuff ets werden dafür sorgen, dass keiner schwächelt zwischendurch. Und die Location an sich ist selbstredend … ich denke im Vergleich zu den meisten CSD Partys in Deutschland werden wir uns in die Top 3 einordnen wenn nicht gar Nr. 1 es liegt auch an euch (Roberto grinst) !! DRESDEN darf das!!!

Bezüglich CSD allgemein: Was verbindet dich mit dem CSD, genauer gesagt dem Dresdner CSD?
Der CSD bedeutet mir extrem viel!!! Es ist kein Geheimnis, dass ich gemeinsam mit dem CSD Dresden Verein gelacht und geblutet habe. Ich war seit Gründung des Vereines mit engagiert, sei es als Ordner zur Demo, Platzwart für das Straßenfest bis hin zum Müllkehrer nach dem Straßenfest. Ich bin fest der Meinung mit dem Christopher Street Day bekommt die Community eine Außenwirkung, welche auch in Dresden notwendig ist um etwas zu bewegen bzw. zu ändern.

Interview: Roberto Weinhold